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Sachbücher und Bildbände

Die Eloquenz der Sardine

Bill François

Unter dem Titel Die Eloquenz der Sardine ist im Verlag C.H. Beck ein Buch des französischen Physikers Bill François erschienen, der sich auf die unterhaltsame Gratwanderung zwischen Wissenschaftsreportage und mitreißendem Erzählen versteht. Daraus ist nicht nur einiges über die subtilen Kommunikationen unter Fischen zu lernen, sondern z.B. auch, dass der menschliche Körper – ganz im Unterschied zu seinen äffischen Verwandten – über zahlreiche Eigenschaften verfügt, die ihn zum Leben im Wasser prädestinieren. Mit seinen ebenso scharfsinnigen wie eigenwilligen Beobachtungen lädt der Autor seine Leser zu einer aquarischen Entdeckungsreise, die eine Fülle von Einblicken und Einsichten in die Welt der Wasserlebewesen bereithält – wobei man ein ums andere Mal geneigt ist … > Weiterlesen

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Sachbücher und Bildbände

Grenzenlos. Die erstaunlichen Wanderungen der Tiere

Francesca Buoninconti

Francesca Buoninconti ist eine italienische Ornithologin und Wissenschaftsjournalistin, deren besonderes Interesse den Vogelzügen und den weltweiten Wanderungen weiterer Tierarten – etwa von Fischen, Walen und Meeresschildkröten – gilt. Für die Beobachtung dieser Wanderbewegungen hielt sie sich immer wieder auf Inseln und Gebirgspässen auf. Das daraus entstandene Buch trägt in der deutschen Übersetzung den Titel Grenzenlos. Die erstaunlichen Wanderungen der Tiere und räumt nebenbei mit diversen gängigen Mythen über die besprochenen Tiere auf, etwa dem, dass Fledermäuse nicht sehen können. Erschienen ist es im Folio Verlag, der in Wien & Bozen ansässig ist.… > Weiterlesen

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Crazy Horse

Till Hein

Der Wissenschaftsjournalist Till Hein hat sich einer offenkundigen Fehlstelle der vorliegenden maritimen Literatur angenommen und eine Monographie über Seepferdchen verfasst, die unter dem Titel Crazy Horse im mare-Verlag erschienen ist. Bereits im Untertitel gibt das Buch sein bestes, den Leser in die „schillernde Welt der Seepferdchen“ zu verführen, indem es diese als „launische Faulpelze, gefräßige Tänzer und schwangere Männchen“ anpreist, an späterer Stelle tituliert der Autor sie auch als die „Individualisten der Meere“. Nicht zuletzt ist bei der Lektüre des Buches zu erfahren, wie diverse Berufsgruppen, etwa Designer, Ingenieure und Roboterforscher von den Eigenheiten der Seepferdchen profitieren.… > Weiterlesen

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An welchem Punkt stehen wir? Die Epidemie als Politik

Giorgio Agamben

Der italienische Philosoph Giorgio Agamben ist einer der einflussreichsten lebenden Geisteswissenschaftler, als Theoretiker des Staatsrechts, des Ausnahmezustands und der Souveränität wahrscheinlich der bedeutendste seiner Zunft überhaupt. Im Wiener Verlag Turia + Kant ist unter dem Titel An welchem Punkt stehen wir? Die Epidemie als Politik eine Sammlung von Essays erschienen, die er in der ersten Jahreshälfte 2020 unter dem Eindruck der Corona-Pandemie verfasst hat und die eindrücklich und aktuell genug sind, um dafür einen Blick über die literarischen Inselwelten hinaus zu werfen.

Das Thema dieser Tage berührt, wie sich beim Lesen bald zeigt, Agambens Forschungsgebiet aufs Innigste, was schon mit den Begriffen einer Epi- bzw. „Pandemie“ beginnt, die von griechisch … > Weiterlesen

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Aktuelle Empfehlungen Sachbücher und Bildbände

An das Wilde glauben

Nastassja Martin

In Zeiten, wo das Vertrauen in eine naturgegebene Geborgenheit menschlicher Körper und Seelen auf dramatische Weise zu schwinden scheint, kommt ein Erfahrungsbericht der französischen Anthropologin und Ethnologin Nastassja Martin gerade im rechten Moment. Unter dem Titel An das Wilde glauben ist im Verlag Matthes & Seitz ihr Erinnerungsbuch über einen Forschungsaufenthalt bei den sibirischen Ewenen auf der Halbinsel Kamtschatka erschienen, in dessen Verlauf sie von einem Bären attackiert und schwer verletzt worden ist. Zwar konnte sie sich der Kraft des Bären dank ihres Eispickels und gehöriger Portionen von Mut und Glück erwehren, hat aber eine Schädelverletzung davongetragen und ein Stück ihres Unterkiefers eingebüßt. Martin versteht diese Attacke indes nicht als … > Weiterlesen

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Aktuelle Empfehlungen Sachbücher und Bildbände

Das Zeitalter der Inseln

Alastair Bonnett

Unter den Neuerscheinungen des Frühjahrs 2021, die sich explizit dem Inselthema widmen, ragt der bei C.H. Beck erschienene Titel Das Zeitalter der Inseln des Sozialgeographen Alastair Bonnett heraus. Lehrreich und spannend, wie man es bereits aus anderen Publikationen des Autors kennt, werden darin diverse bis dato unterbelichtete Aspekte von Inseln ans Licht gebracht – „von untergehenden Paradiesen“ bis zu „künstlichen Archipelen“, wie es im Untertitel heißt. Unser besonderes Interesse fand beim Lesen das Kapitel über aus verschiedenen Gründen „übersehene Inseln“, unter denen nicht zuletzt diverse unbewohnte Felseninseln der Ostsee zu erwähnen sind. Ein anderes überaus spannendes Kapitel ist der „Zerstörung von Inseln“ etwa zur Rohstoffausbeutung oder als Testgelände atomarer und … > Weiterlesen

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Logbuch. Schiffe, die Legenden wurden

Lucia Jay von Seldeneck, Florian Weiß (III.)

Die Autorin Lucia Jay von Seldeneck und der Illustrator Florian Weiß haben in der Mannheimer Edition Kunstanstifter eine Anthologie unter dem Titel Logbuch. Schiffe, die Legenden vorgelegt, die nicht zuletzt in gestalterischer Hinsicht bemerkenswert ist. Das Spektrum der für das Buch ausgewählten legendären Schiffe reicht von der biblischen Arche Noah und archaischen Surfbrettern der Ureinwohner Hawaiis über die Segler des chinesischen Admirals Zheng He und seines genuesischen Kollegen Kolumbus bis zu Gagarins Sputnik und der von Werner Herzog für seinen Film Fitzcarraldo nachgebauten Molly Aida. Auch die von der britischen Marine zwecks Überwachung des nach St. Helena verbannten ehemaligen Kaisers Napoleon zur „Steinfregatte“ erklärte Nachbarinsel Ascension findet Berücksichtigung als … > Weiterlesen

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Das Meer, die Liebe, der Mut aufzubrechen

Andrea Marcolongo

Im Bozener Folio Verlag ist das Buch Das Meer, die Liebe, der Mut aufzubrechen von Andrea Marcolongo erschienen. Darin interpretiert die italienische Altphilologin die Argonautensage und wechselt immer wieder spielerisch zwischen klassisch philologischen und aktuellen, unterhaltsam essayistischen Perspektiven. Inwieweit die Thesen Marcolongos zum historischen Hintergrund der legendären Reise der Argonauten wirklich haltbar sind, wagen wir nicht zu beurteilen, trotzdem wird die Lektüre ihres Buches dank ihres erfrischenden Erzählstils nie langweilig und belohnt den Leser zudem mit pointierten Reflexionen der Gegenwart, die alles andere als philologisch-altbacken sind.  Auf Seite 234 etwa liest man den folgenden Satz, der ohne Weiteres als denkbare Lebensmaxime in Frage kommt: „Besser sich verirren, als sich nie … > Weiterlesen

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Unendlicher Pazifik. Inseln und Entdecker, Völker und Eroberer

Philip J. Hatfield

Bekanntlich nimmt der Stille Ozean insgesamt zwei Drittel der Erdoberfläche ein und ist eine Gegend, wo es von Inseln nur so wimmelt. Diesem größten aller Weltmeere hat der britische Publizist und langjährige Kurator der Sammlungen der British Library Philip J. Hatfield jetzt ein reich illustriertes Buch unter dem Titel Unendlicher Pazifik gewidmet, das im Verlag wbg Theiss in deutscher Übersetzung vorliegt. Ca. 500 Abbildungen historischer Dokumente, Zeichnungen und Fotos, vorzüglich aus den fulminanten Sammlungen der British Library bieten einen kaleidoskopischen Blick auf das weite Themenfeld. Die vielgestaltige Inselwelt des Pazifik und die Geschichte ihrer Entdeckungen und Entdecker nimmt im Buch den breitesten Raum ein.… > Weiterlesen

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Zwei Bäume machen einen Wald

Jessica L. Lee

Die britisch-kanadisch-taiwanesische Autorin Jessica L. Lee ist promovierte Umwelthistorikerin, gibt eine auf Nature Writing fokussierte Literaturzeitschrift heraus und lebt derzeit in Berlin. In ihrem neuen Buch Zwei Bäume machen einen Wald, das soeben in der Reihe Naturkunden des Verlages Matthes & Seitz erschienen ist, spürt sie den taiwanesischen Wurzeln ihrer Familie und mit diesen auch der Landschaft und Flora Taiwans, seiner Geologie, Geschichte und Ökologie sowie nicht zuletzt dem Wesen von Inseln nach. Gleich zu Beginn des – im Übrigen mit einfühlsamen Zeichnungen illustrierten und auch in gestalterischer Hinsicht rundherum überzeugenden Buches – steht der schöne Satz: „Eine Insel ist ein schwimmendes Wort, ein Archipel, ein pelagischer Ort.“… > Weiterlesen