BÜCHER

„Über Inseln läßt sich viel erzählen, und man findet leichter den Anfang als das Ende dabei“, notierte Ernst Jünger in einem seiner Reisetagebücher. Tatsächlich gehören Inseln von allem Anfang an zu den bevorzugten Projektionsflächen literarischer Phantasien und gesellschaftlicher Entwürfe.

In unserer Buchhandlung bieten wir Ihnen circa 2000 ausgesuchte Titel zu diesen Themen an – von Klassikern der Weltliteratur über Gegenwartsromane, Kinder- und Sachbücher, Lyrik und Philosophie, Reisebeschreibungen und Regionalia bis zu Insel- und Küstenkrimis. In unserer Veranstaltungsreihe „Nachlese“ informieren wir Sie zudem regelmäßig über Neuerscheinungen auf diesen Gebieten.

BAZAR

Schon auf einem altägyptischen Papyrus wird von einer wundersamen Insel berichtet, von wo der Erzähler „mit Myrrhen, Gewürzen, Ölen, Balsam, Kampfer und anderen Essenzen“ zurückkehrt. Und tatsächlich bieten Inseln aufgrund ihres spezifischen Klimas und Bodens häufig besonders günstige Wachstumsbedingungen für erlesene Genussmittel.

Wir haben in unserem „Bazar“ eine Auswahl davon zusammengetragen: von karibischem Rum über exotische Schokoladen, mediterrane Weine, Öle, Kräuter, Oliven und Pastinaden, Ceylon-Tee und Papua-Kaffee, Whisky von den schottischen Inseln und Island-Salz bis zu ausgewählten Rügen-Produkten.

BLOG

Es liegt in der Natur von Inseln, Häfen und Küsten, dass sie nicht nur als Umschlagplätze von Waren, sondern auch von über die Meere mitgebrachten Neuigkeiten und Legenden dienen. Zahlreiche klassische Inselerzählungen beziehen ihre Spannung daher, dass ihre Helden zugleich die Erzähler ihrer eigenen Geschichten sind. 

In unserem Blog (bekanntlich die Abkürzung für „Web-Logbuch“) knüpfen wir hieran an und fragen etwa in der Reihe Bargespräche interessante Gäste nach ihren Gedanken, Veröffentlichungen und Meinungen zum Zeitgeschehen. Unter dem Titel Postille verschicken wir überdies Texte und Betrachtungen, die im weitesten Sinne von Inseln und ihren Bewohnern handeln. Und schließlich weisen wir auf uns lesenswert erscheinende Fundstücke aus anderen Medien hin.

Aktuelle Empfehlung

  • Der Leuchtturm
    1959 nahm der französische Schriftsteller Jean-Pierre Abraham eine Stelle als Leuchtturmwärter auf der kleinen Felseninsel Ar-men vor der bretonischen Küste an. Das Tagebuch seines dreijährigen Aufenthalts auf dem Leuchtturm im … > Weiterlesen

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Joseph Conrad: "Sieg" – Franz Kafka: "In der Strafkolonie". Zwei Inselgeschichten aus dem Jahr 1914

Joseph Conrad: „Sieg“ – Franz Kafka: „In der Strafkolonie“. Zwei Inselgeschichten aus dem Jahr 1914

1. Juni 2024 | 19:00 Uhr

Joseph Conrad und Franz Kafka sind zwei Autoren, die die moderne Literatur am Beginn des 20. Jahrhunderts maßgeblich inspiriert und geprägt haben. Auf den ersten Blick scheinen ihre Erzählstrategien sowohl inhaltlich wie auch stilistisch eher unterschiedlich: auf der einen Seite der weitgereiste Seemann, der seine Erfahrungen mit Rassismus, Kolonialismus und dem menschlichen Triebwesen in packende Abenteuerromane zu übersetzen weiß, auf der anderen der Prager Jurist und Versicherungsangestellte aus jüdischem Elternhaus, der mit Blick auf Tierwesen, Gesetz und menschliche Sprache existenzielle Sinnbilder erschafft. Dass wir in diesem Jahr den 100. Todestag beider Autoren begehen, verdankt sich einem historischen Zufall, dass beide zudem mit Beginn des Ersten Weltkrieges im Jahr 1914 eine Inselgeschichte abgeschlossen bzw. verfasst haben, mag indes auch als spannende Koinzidenz erscheinen.

Bei genauerer Hinsicht zeigen die Biographien der Autoren – eines aus der Nähe des damals russischen Kiew stammenden, auf Englisch schreibenden Polen und eines deutschsprachigen Juden aus Prag – diverse subtile Berührungspunkte, und dasselbe gilt für ihre fast zeitgleich entstandenen Inselerzählungen Victory (abgeschlossen am 29. Mai 1914) und In der Strafkolonie (geschrieben im Oktober 1914, publiziert 1919). Beide Texte haben nicht nur das Inselszenario gemeinsam, sondern fragen auf radikale und verstörende Art und Weise nach der menschlichen Natur und dem Schicksal humanistischer Ideale in Zeiten von entfesseltem Kapitalismus und staatlicher Bürokratie. Als Kafka seinen Text 1916 in München vorlas (die einzige Lesung außerhalb von Prag in seinem ganzen Leben) sollen drei Personen in Ohnmacht gefallen und zahlreichen weitere „geflohen“ sein.

Was die Werke Kafkas und Conrads darüber hinaus verbindet, ist, dass sie erst Jahrzehnte nach dem Tod der Autoren ihre enorme literaturgeschichtliche Wirkung entfalteten. In unserer Hommage an die beiden literarischen Großmeister aus Anlass ihres 100. Todestages liest Roland Pfaus Auszüge aus beiden genannten Texten.

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Tapas und mehr

Wenn Inseln nicht gerade einsam sind oder unter dem Bann dunkler Mächte stehen, zeichnen sich deren Bewohner zumeist durch Langlebigkeit, Gesundheit und Gastfreundschaft aus. In Mythologie und Dichtung sind Inselabenteuer mit reichhaltigen Banketts und Gelagen eng verschwistert, vom Phäaken-König Alkinoos bis zu Sindbad dem Seefahrer zeigen sich Inselherrscher und Inselreisende gleichermaßen als großzügige Gastgeber. Auch die im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts auf den Südseeinseln angelandeten europäischen Seefahrer berichten in märchenhaften Formeln von der Gastfreundschaft der Tahitianer und anderer Insulaner. Im Anschluss an diese Tradition bieten wir an unserer Bar neben Kostproben unserer Inselimporte auch daraus hergestellte hausgemachte Tapas und kleine Gerichte an.

> Speisekarte

Neuigkeiten aus dem Bazar

  • Ab Donnerstag, 9. Mai, dienstags bis samstags 13-22 Uhr geöffnet
    Liebe Kunden, ab Himmelfahrt gelten wieder unsere sommerlichen Öffnungszeiten bis 22 Uhr. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
  • Mitarbeiter/-in gesucht!
    Wir suchen zusätzliche Mitarbeiter mit Bar-erfahrung und kulturellem Interesse auf der Basis von Honorartätigkeit, Mini- oder Midijob. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt in Bardienst und Service und betrifft insbesondere die Hochsaison von Juli bis Oktober. Bitte melden Sie sich bei Interesse am Tresen oder telefonisch unter 038392 677476 bzw. per … > Weiterlesen