BÜCHER

„Über Inseln läßt sich viel erzählen, und man findet leichter den Anfang als das Ende dabei“, notierte Ernst Jünger in einem seiner Reisetagebücher. Tatsächlich gehören Inseln von allem Anfang an zu den bevorzugten Projektionsflächen literarischer Phantasien und gesellschaftlicher Entwürfe.

In unserer Buchhandlung bieten wir Ihnen circa 2000 ausgesuchte Titel zu diesen Themen an – von Klassikern der Weltliteratur über Gegenwartsromane, Kinder- und Sachbücher, Lyrik und Philosophie, Reisebeschreibungen und Regionalia bis zu Insel- und Küstenkrimis. In unserer Veranstaltungsreihe „Nachlese“ informieren wir Sie zudem regelmäßig über Neuerscheinungen auf diesen Gebieten.

FEINKOST & WEIN

Schon auf einem altägyptischen Papyrus wird von einer wundersamen Insel berichtet, von wo der Erzähler „mit Myrrhen, Gewürzen, Ölen, Balsam, Kampfer und anderen Essenzen“ zurückkehrt. Und tatsächlich bieten Inseln aufgrund ihres spezifischen Klimas und Bodens häufig besonders günstige Wachstumsbedingungen für erlesene Genussmittel.

Wir haben in unserem „Bazar“ eine Auswahl davon zusammengetragen: von karibischem Rum über exotische Schokoladen, mediterrane Weine, Öle, Kräuter, Oliven und Pastinaden, Ceylon-Tee und Papua-Kaffee, Whisky von den schottischen Inseln und Island-Salz bis zu ausgewählten Rügen-Produkten.

CAFÉ & BAR

Wenn legendäre Inseln nicht gerade „einsam“ oder Fluchtorte dunkler Mächte sind, so zeichnen sich deren Bewohner neben Langlebigkeit, Gesundheit und Fabulierlust in der Regel durch große Gastfreundschaft aus. Der Seefahrer Sindbad zeigt sich nach sieben gefährlichen Inselreisen selbst als großzügiger Gastgeber, und die im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts auf den Südseeinseln angelandeten europäischen Seefahrer berichteten in märchenhaften Formeln von der Gastfreundschaft der Tahitianer.

Um uns dieser schönen Tradition anzuschließen, bieten wir an unserer Bar eine Auswahl unserer Inselimporte aus aller Welt zu günstigen Preisen zum Probieren an.

Unsere Veranstaltungen

Von Zauberformeln und echter Wissenschaft. Bilder der Mathematik bei Goethe und Novalis

Von Zauberformeln und echter Wissenschaft. Bilder der Mathematik bei Goethe und Novalis

23. April 2022 | 19:00 Uhr

Wir freuen uns, dass wir für die erste Veranstaltung im Rahmen unserer neuen Veranstaltungsreihe Kreuzfahrten des Geistes die Mathematikerin, Literaturwissenschaftlerin und Wissenschaftshistorikerin Dr. Franziska Bomski gewinnen konnten, die schon aufgrund der ungewöhnlichen Kombination ihrer Studienfächer den damit verbundenen Anspruch in besonderer Weise verkörpert. In ihrer Dissertation beschäftigte sie sich mit der Rolle der Mathematik im Denken und Dichten von Novalis sowie generell mit dem Verhältnis von Literatur und Wissen um 1800. Hieran anknüpfend wird sie einen Bogen von Bildern der Mathematik bei Goethe und Novalis über daraus abgeleitete Konzepte von Wissenschaftlichkeit bis hin zur Gegenwart spannen.

Generell ist unsere neue Reihe von aktuellen Debatten um „Wissenschaft“ inspiriert, die allzu oft eher Wissenschaftlichkeit pauschal reklamieren als evident darin fundiert zu sein. Wir möchten mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedenster Gebiete ins Gespräch kommen, die einen hohen theoretischen Standard mit einem Forschungsgegenstand von allgemeinem und aktuellem Interesse verbinden. Dabei soll dem Publikum nicht zuletzt die Möglichkeit geboten werden, eigene Fragen zu stellen und mit den jeweiligen Gästen zu diskutieren.

Aufgrund unserer beschränkten räumlichen Kapazität bitten wir um vorherige Platzreservierung unter Telefon 038392 677476 oder per Mail. Bitte denken Sie bei Ihrem Besuch auch an evtl. noch geltende Corona-Regeln!

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Nachlese Frühjahr 2022

Nachlese Frühjahr 2022

9. April 2022 | 19:00 Uhr

Gemeinsam mit Boris Hruschka vom Theater „Rote Kugel“ begeben wir uns wie gewohnt auf einen Streifzug durch die literarischen Neuerscheinungen, unter denen wir auch in diesem Frühjahr auf unbedingte Empfehlungen gestoßen sind.

Zu diesen gehört der neu aufgelegte Roman Ferne Gestade des letzten Literatur-Nobelpreisträgers Abdulrazak Gurnah, dem wir eine unserer Leseproben widmen. Mit der Kür des aus Sansibar stammenden, seit 1968 in Großbritannien beheimateten Autors hat das aktuelle Nobelpreiskomitee Instinkt und eine glückliche Hand bewiesen – zumal der Preisträger bis dahin nur Eingeweihten bekannt und keiner seiner in deutscher Übersetzung vorliegenden Titel im Buchhandel noch lieferbar war. Die beiden seitdem im Penguin Verlag erschienenen Romane Das verlorene Paradies und Ferne Gestade weisen ihn als mitreißenden Erzähler aus, der den mythischen Kosmos um den Indischen Ozean kursierender Erzählungen in eine moderne Prosasprache übersetzt und dabei mühelos den Bogen von Tausendundeiner Nacht über ostafrikanische Lebenswelten zu Impressionen aus der späten DDR und dem Schicksal gegenwärtiger Migranten schlägt.

88 Jahre vor Gurnah erhielt 1933 Iwan Bunin als erster Russe den Nobelpreis für Literatur. Der Züricher Dörlemann Verlag hat es sich seinerseits auf die Fahnen geschrieben, vergessene literarische Klassiker wiederzuentdecken, und die Resonanz auf die dort erschienene, inzwischen zwölf Bände umfassende Bunin-Werkausgabe trug dazu bei, den Verlag im deutschsprachigen Raum bekanntzumachen. Unter dem Titel Nachts auf dem Meer sind nun auch Bunins Erzählungen der Jahre 1920 bis 1924 erschienen – die ersten literarischen Texte, die er nach seiner Emigration aus Sowjetrussland verfasste. Die titelgebende Erzählung verbindet nicht nur maritimes Flair mit philosophischen Reflexionen, sie fängt nebenher auch die Atmosphäre der damaligen Vielvölkerstädte Odessa und Jewpatorija auf der Krim ein, was ihr eine Aktualität verleiht, die Bunin selbst schwerlich vorausgesehen hat.

Das Spannungsfeld zwischen Heim- und Fernweh, Nostalgie und Sehnsucht, das die genannten Autoren auf jeweils eigene Weise in Biographie und Werk verkörpern, ist schließlich auch Thema eines neuen Buches der französischen Philosophin und Altphilologin Barbara Cassin, in dem sie einen Bogen von der Heimkehr des Odysseus zu modernen Zuschreibungen von Heimat und „Anderem“ schlägt. Ihr lesenswerter Essay Nostalgie. Wann sind wir wirklich zu Hause?, in dem nicht zuletzt diverse Inseln eine wichtige Rolle spielen, ist im Suhrkamp Verlag erschienen und rundet unsere Leseproben ab.

Darüber hinaus verweisen wir wie gewohnt auf weitere lesenswerte Neuerscheinungen und stehen selbstverständlich auch für Nachfragen gern zur Verfügung. Auch diesmal bitten wir um vorherige Platzreservierung unter Telefon 038392 677476 oder per Mail und können ohne diese keine Platzgarantie geben. Bitte denken Sie bei Ihrem Besuch auch an evtl. noch geltende Corona-Regeln!

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