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die schönsten versprechen

die schönsten versprechen

3. Dezember 2022 | 19:00 Uhr

Doris Runge zählt zu den gewichtigsten lyrischen Stimmen in Deutschland und wurde für ihre Gedichte mit diversen Preisen geehrt. Ihre Texte zeichnen sich dabei seit jeher durch eine besondere Beziehung zur Ostsee aus, und auch in ihrem neuen Gedichtband kommt die Autorin in wiederholten poetischen Annäherungen darauf zurück. Das hat sicher damit zu tun, dass Runge schon seit ihrer Kindheit in Schleswig-Holstein zu Hause ist – auch beim zeitweisen Umzug nach Ibiza in den 1970er Jahren verlor sie das Meer nicht aus dem Blick. Man könnte sagen, dass sich das anrollende Meer und die Strände mit ihren vielfältigen Erscheinungsformen und Organismen unter den Augen der Autorin als Metaphern eines existenziellen Geschehens entpuppen. In den Momentaufnahmen ihrer Gedichte fängt sie etwas Anderes, Größeres ein, das unser geordnetes Weltwissen übersteigt, und schlägt Brücken zwischen Kindheit und Alter, Geborgenheit und Gefahr, Rauheit und Liebe, Fundstücke und Traumwelten, Eigenes und Fremdes. Trotz der extrem verknappten Sprache – bzw. gerade dank dieser – schafft die Dichterin in ihren Sprachbildern Konstellationen des Weitblicks und der Besinnung, die sich bei der Lektüre wie von selbst mit Assoziationen des Lesers füllen.

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Buchempfehlungen zu literarischen Neuerscheinungen

Buchempfehlungen zu literarischen Neuerscheinungen

19. November 2022 | 19:00 Uhr

Zur traditionellen herbstlichen Nachlese der Neuerscheinungen zu den Themen von Inseln, Meer und Seefahrt laden in diesem Jahr Buchhändler Volkmar Billig und der Schauspieler Roland Pfaus ein. Auf dem Programm stehen u.a. drei außergewöhnliche Romane, die zum Teil bereits als Klassiker gelten können: Im Fall von Eeva-Liisa Manner (1921-1996) jedenfalls, der wohl bedeutendsten finnischen Autorin des 20. Jahrhunderts, ist es kaum zu glauben, dass sie hierzulande praktisch unbekannt geblieben und ihr Debütroman Das Mädchen auf der Himmelsbrücke erst 70 Jahre nach seinem Erscheinen und fast 30 Jahre nach dem Tod der Schriftstellerin erstmals ins Deutsche übersetzt worden ist. 1984 erschien im baltischen Lettland ein weiterer epochaler Roman, der eng mit der Ostsee und ihren Anwohnern verbunden ist und die Jahrhundertgeschichte einer Familie lettischer Bauern, Schiffbauer und Seefahrer im Spannungsfeld zwischen deutsch-baltischen Traditionen, russischer Administration und nationalistischen Bestrebungen zum Thema hat. Der nun erstmals auf Deutsch vorliegende Roman Das Bett mit dem goldenen Bein von Zigmunds Skujins ist von der Kritik u.a. mit Gabriel García Marquez‘ Kultbuch Hundert Jahre Einsamkeit verglichen worden, allein die russische Ausgabe verkaufte sich in der damaligen Sowjetunion 3,5 Millionen Mal. Der für seinen „Wende“-Roman Der Turm vielfach preisgekrönte Dresdner Schriftsteller Uwe Tellkamp schließlich hat in diesem Sommer die lang erwartete Fortsetzung unter dem Titel Der Schlaf in den Uhren publiziert, wobei der Spannungsbogen von der späten DDR bis in die aktuelle Gegenwart reicht und neben realen Ostseeinseln auch ein fiktiver unterirdischer Archipel eine maßgebliche Rolle spielt.

Die Auszüge aus diesen belletristischen Neuerscheinungen werden ergänzt durch eine von Wolfgang Struck verfasste Geschichte der Flaschenpost, einen brandneuen Bildband über Geisterschiffe auf dem Grund der Ostsee sowie eine Anthologie Fabelhafter Wesen aus der Hand des argentinischen Schriftstellers Alberto Manguel, in der diverse Seefahrer und Inselhelden von Robinson über Sindbad, John Silver und Nemo bis zu Queequeg zur Sprache kommen. Last but not least geben wir einige Kostproben aus einer Speise- und Wunderkammer der exzentrischen Küche, in der sich u.a. ein auf Nostradamus zurückgehendes Rezept für Zahnpasta aus Tintenfischknochen und Seeschnecken sowie Hinweise für die Zubereitung von Seeigeln finden. Überdies verweisen wir wie gewohnt auf zahlreiche weitere Bücher, die die Themen unserer Buchhandlung bedienen.

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Que pasa en casa? Was passiert zu Hause?

5. November 2022 | 19:00 Uhr

Im Vortrag von Henrike Gaigals und Marianne Wallis geht es um die Auswirkungen von Machismo und Patriarchat auf die Lebenswelt von Frauen im Ländervergleich von Mexiko und Deutschland.

Eine Veranstaltung des Diálogo del Mundo e.V.

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Von Kraken, Inseln und anderen Meerwundern

Von Kraken, Inseln und anderen Meerwundern

29. Oktober 2022 | 19:00 Uhr

Auch wenn der im tschechischen Brünn geborene Autor Michael Stavarič schon seit seiner Kindheit in Österreich lebt, greift er mit seiner Vorliebe für absurde, groteske und surreale Szenarien unverkennbar auf eine gerade in Tschechien lebendige literarische Tradition zurück.

Die Heldin seines dystopischen Romans Fremdes Licht (Luchterhand Verlag) ist eine Art intergalaktischer weiblicher Robinson und als Genforscherin darauf spezialisiert, aus archivierten Gensequenzen Lebewesen zu rekonstruieren. Nebenbei hat sie grönländische Inuit als Vorfahren aufzuweisen, wobei ihr in den eisigen Fernen des Weltraums insbesondere die von ihrem Eskimo-Großvater erlernten Überlebenstechniken zugutekommen. In seinem im österreichischen Leykam-Verlag erschienenen, mehrfach preisgekrönten Jugend-Sachbuch Faszination Krake, das die Gestalterin Michèle Ganser kongenial illustriert hat, lädt Stavaric zu einem poetisch-plauderhaften Ausflug in die Mysterien des Lebens ein, wobei er auch hier mit leichter Hand die Weiten des Weltalls mit der faszinierenden Welt der Kraken und weiteren Anekdoten aus der Erd- und Naturgeschichte verknüpft. Der im Czernin Verlag publizierte Gedichtband zu brechen bleibt die see schließlich bietet ein vielstimmiges, stellenweise rauschhaftes Lob der Poesie, auch wenn bzw. gerade weil er vor allem davon handelt, was Poesie leider nicht kann.

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Meine wilden Inseln

Meine wilden Inseln

8. Oktober 2022 | 19:00 Uhr

Nach mehr als zwei Jahrzehnten Tätigkeit als Journalistin, während derer sie vorwiegend Gesellschaftsreportagen und Reiseberichte schrieb, stellten sich der Journalistin Anja Mazuhn Fragen nach dem Sinn ihres tagtäglichen Tuns. Ein zufällig eingeschalteter Dokumentarfilm lenkte ihren Blick auf die im hohen Norden – zwischen Island und Schottland – gelegene Inselgruppe der Färöer. Dem von der Dokumentation angeregten ersten Besuch folgten bald weitere, und es dauerte nicht lange, bis die Autorin und ihr Mann den Archipel zu ihrem Hauptaufenthaltsort erkoren.

In ihrem im Frühjahr 2022 im Malik Verlag erschienenen Buch Meine wilden Inseln schildert Anja Mazuhn, wie die schroffe Welt der Färöer mit ihrem rauen Wetter, der Herzlichkeit und Gelassenheit ihrer Einwohner, den diese an Zahl weit übertreffenden Schafen, den allgegenwärtigen Mythen und Sagen und den weißen Nächten im Mittsommer zu ihrer zweiten Heimat geworden ist.

Die Buchpräsentation findet in Zusammenarbeit mit unserem Nachbargeschäft Calling Sheep statt und wird bereichert durch das sinnliche Erlebnis original färöischer Wolle. Während der Veranstaltung darf auch gestrickt werden!

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Seeland Schneeland

Seeland Schneeland

10. September 2022 | 19:00 Uhr

Im Werk des Lyrikers, Romanciers, Reiseschriftstellers und Übersetzers Mirko Bonné spielen maritime Themen seit jeher eine wichtige Rolle. Aufgewachsen am Tegernsee und in Hamburg führten ihn Reisen und Stipendien u.a. nach Australien, ins Baltikum, nach Skandinavien, Russland, China, Iran, Latein- und Südamerika, in die USA und die Antarktis. Als Übersetzer ist er zuletzt durch eine vielbesprochene Neuübersetzung von Joseph Conrads Klassiker The Nigger of the ‚Narcissus’ (mare-Verlag) in Erscheinung getreten.

Bonnés jüngster Roman Seeland Schneeland, der im letzten Jahr im Schöffling-Verlag erschien, spielt exakt 100 Jahre in der Vergangenheit, nämlich 1921, und ist geographisch in Wales sowie auf einem Auswandererschiff in Richtung USA angesiedelt. Die Handlung knüpft an Bonnés früheren Roman Der eiskalte Himmel um den Polarreisenden Merce Blackboro an. Wie schon in diesem und anderen früheren Werken zeigt sich Bonné als Meister des Spiels mit literarischer Spannung und bedient sich an Stilelementen aus Abenteuer-, Liebes- und Kolportageromanen. Die Situation kulminiert, als der Dampfer nach einem Schneesturm manövrierunfähig auf hoher See treibt. Neben den Referenzen auf eigene Werke und daraus entliehene Figuren sind im dadurch geprägten Stimmungsbild die literarischen Vorbilder Joseph Conrad und Jack London hautnah zu spüren. Nicht zuletzt legt die Umbruchszeit nach dem Ersten Weltkrieg und der Spanischen Grippe-Epidemie evidente Gegenwartsbezüge nahe.

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Vollmondfest 2022
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Vollmondfest 2022

12. August 2022 | 14:00 Uhr

Liebe Freunde des Kulturquartiers Alt-Sassnitz,

am Freitag, 12. August gibt es nach zweijähriger Zwangspause wieder das traditionelle Vollmondfest rund um den Alten Markt in Sassnitz mit Musik, Literatur, Theater und kulinarischen Angeboten. Als Buchhandlung freuen wir uns insbesondere auf die Buchpräsentation des soeben erschienenen historischen Romans Das Orakel von Jasmund mit der Autorin Sandra Pixberg (Beginn 17 Uhr)sowie literarische Klassiker rund um das Thema Mond, gelesen von dem Schauspieler Andreas Euler (16 Uhr und 18.30 Uhr). Veranstaltungsort der Lesungen ist das ehemalige Strandcafé an der Bachpromenade. Das vollständige und detaillierte Programm des Vollmondfestes gibt es unter: http://vollmondfest-altsassnitz.de

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Träume und Kulissen

Träume und Kulissen

9. Juli 2022 | 19:00 Uhr

Die Autorin Alida Bremer ist in Split an der kroatischen Adriaküste geboren und aufgewachsen, seit 1986 lebt sie in Deutschland. Träume und Kulissen, erschienen im österreichischen Verlag Jung und Jung, ist ihr zweiter Roman nach dem Debüt Olivas Garten. Er entführt seine Leser in Bremers Geburtsstadt und in das Jahr 1936, als die dalmatinische Hafenstadt Split Durchgangsstation und Tummelplatz verschiedenster illustrer Typen gewesen ist: von Badeurlaubern, Filmemachern und Mittelmeertouristen über Seeleute, Militärs, Schlepper und Spitzel bis zu aus Deutschland geflüchteten Juden und Kommunisten. Die dunkle Zeit des 2. Weltkriegs wirft ahnungsvoll ihre Schatten voraus – im Buch versinnbildlicht durch eine am Hafen aufgefundene Leiche. In einer zuweilen an den Film Casablanca erinnernden Atmosphäre nimmt der zuständige Kommissar Mario Bulat Ermittlungen auf und enthüllt ein Vexierbild der Epoche und des mediterranen Lebens.

Alida Bremer studierte Romanistik, Slawistik und Germanistik und promovierte im Fach Vergleichende Literaturwissenschaft. Neben ihrer Autorentätigkeit ist sie auch als Übersetzerin, Herausgeberin und Kulturvermittlerin zwischen dem deutschen Sprachraum und Südosteuropa hervorgetreten. Ihre Romane, Essays, Gedichte und Erzählungen wurden in mehrere Sprachen übersetzt.

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Von Ratten, Menschen und fröhlicher Wissenschaft

Von Ratten, Menschen und fröhlicher Wissenschaft

18. Juni 2022 | 19:00 Uhr

Zur nächsten Veranstaltung im Rahmen unserer Reihe Kreuzfahrten des Geistes erwarten wir die Autorin, Essayistin und promovierte Philosophin Kerstin Decker. Die Veranstaltung mit Lesung und Diskussion steht unter dem Titel Von Ratten, Menschen und fröhlicher Wissenschaft. Neben Deckers jüngstem Buch Die Geschichte des Menschen. Von einer Ratte erzählt, das 2021 im Berlin Verlag erschienen ist, kommen weitere Texte der Autorin zur Sprache, ebenso wie Friedrich Nietzsches Kritik an der akademischen Lehre und sein Projekt einer „fröhlichen Wissenschaft“.

Kerstin Decker, geboren in Leipzig, war nach dem Studium von Journalistik und Philosophie in Leipzig und Berlin zunächst als Kolumnistin und Kritikerin für verschiedene Tageszeitungen wie taz und Tagesspiegel tätig. Seit den frühen 2000er Jahren machte sie sich vor allem mit ihren biographischen Büchern über Lou Andreas-Salomé, Paula Modersohn-Becker, Else Lasker-Schüler, Franziska zu Reventkow, Frieda von Bülow und Elisabeth Förster-Nietzsche einen Namen. Zudem erschienen von ihr weitere bemerkenswerte Essays und Bücher über Autoren wie Oscar Wilde, Heinrich Heine, Richard Wagner und Friedrich Nietzsche. In ihrem jüngsten Buch Die Geschichte des Menschen. Von einer Ratte erzählt zeichnet sie ein ebenso illustres wie satirisches Porträt der städtebauenden und welterobernden Spezies Homo sapiens aus der Perspektive eines seiner tierischen Verwandten.

Im Anschluss an die Lesung besteht – wie immer bei unserer Veranstaltungsreihe Kreuzfahrten des Geistes – Gelegenheit, mit der Autorin über ihre Texte und Forschungsthemen sowie generell über  modernes Wissen und Wissenschaft ins Gespräch zu kommen.

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Ahrenshoop - höchstpersönlich

Ahrenshoop – höchstpersönlich

21. Mai 2022 | 19:00 Uhr

Die in Hamburg aufgewachsene Historikerin und Publizistin Kristine von Soden hat seit ihrer Kindheit eine enge Beziehung zur Ostseeküste, die sich bereits in mehreren Büchern niedergeschlagen hat. Besonders hat es ihr das Seebad Ahrenshoop angetan, dem sie unterdessen bereits zwei Bücher gewidmet hat. Beide sind im Berliner Transit Verlag erschienen, zuletzt Ahrenshoop – höchstpersönlich, ein Streifzug durch Ahrenshoop und Umgebung mit zahlreichen Entdeckungen vor Ort sowie aus Fotoalben und alten Reiseführern. Als exklusiver touristischer Sehnsuchtsort hat das Fischerdorf am Übergang vom Fischland zum Darß vor allem in den 1920er und 1930er Jahren viele Prominente und Intellektuelle angezogen, darunter Albert Einstein, George Grosz und Lyonel Feininger.

Seit kurzem liegt auch eine komplett überarbeitete und erweiterte Neuauflage der ebenfalls von Kristine von Soden verfassten Monographie Ahrenshoop. Balancieren auf der Meerschaumlinie aus demselben Verlag vor, die die Geschichte des Seebades von der 1892 etablierten Künstlerkolonie bis zum „Bad der Kulturschaffenden“ während der DDR-Zeit zum Thema hat. In der Lesung am Sonnabend wird Kristine von Soden Auszüge aus ihre beiden Ahrenshoop-Büchern vorstellen und zu einem Kurzporträt dieses besonderen Ostseebades verbinden.

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Von Zauberformeln und echter Wissenschaft. Bilder der Mathematik bei Goethe und Novalis

Von Zauberformeln und echter Wissenschaft. Bilder der Mathematik bei Goethe und Novalis

23. April 2022 | 19:00 Uhr

Wir freuen uns, dass wir für die erste Veranstaltung im Rahmen unserer neuen Veranstaltungsreihe Kreuzfahrten des Geistes die Mathematikerin, Literaturwissenschaftlerin und Wissenschaftshistorikerin Dr. Franziska Bomski gewinnen konnten, die schon aufgrund der ungewöhnlichen Kombination ihrer Studienfächer den damit verbundenen Anspruch in besonderer Weise verkörpert. In ihrer Dissertation beschäftigte sie sich mit der Rolle der Mathematik im Denken und Dichten von Novalis sowie generell mit dem Verhältnis von Literatur und Wissen um 1800. Hieran anknüpfend wird sie einen Bogen von Bildern der Mathematik bei Goethe und Novalis über daraus abgeleitete Konzepte von Wissenschaftlichkeit bis hin zur Gegenwart spannen.

Generell ist unsere neue Reihe von aktuellen Debatten um „Wissenschaft“ inspiriert, die allzu oft eher Wissenschaftlichkeit pauschal reklamieren als evident darin fundiert zu sein. Wir möchten mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedenster Gebiete ins Gespräch kommen, die einen hohen theoretischen Standard mit einem Forschungsgegenstand von allgemeinem und aktuellem Interesse verbinden. Dabei soll dem Publikum nicht zuletzt die Möglichkeit geboten werden, eigene Fragen zu stellen und mit den jeweiligen Gästen zu diskutieren.

Aufgrund unserer beschränkten räumlichen Kapazität bitten wir um vorherige Platzreservierung unter Telefon 038392 677476 oder per Mail. Bitte denken Sie bei Ihrem Besuch auch an evtl. noch geltende Corona-Regeln!

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Nachlese Frühjahr 2022

Nachlese Frühjahr 2022

9. April 2022 | 19:00 Uhr

Gemeinsam mit Boris Hruschka vom Theater „Rote Kugel“ begeben wir uns wie gewohnt auf einen Streifzug durch die literarischen Neuerscheinungen, unter denen wir auch in diesem Frühjahr auf unbedingte Empfehlungen gestoßen sind.

Zu diesen gehört der neu aufgelegte Roman Ferne Gestade des letzten Literatur-Nobelpreisträgers Abdulrazak Gurnah, dem wir eine unserer Leseproben widmen. Mit der Kür des aus Sansibar stammenden, seit 1968 in Großbritannien beheimateten Autors hat das aktuelle Nobelpreiskomitee Instinkt und eine glückliche Hand bewiesen – zumal der Preisträger bis dahin nur Eingeweihten bekannt und keiner seiner in deutscher Übersetzung vorliegenden Titel im Buchhandel noch lieferbar war. Die beiden seitdem im Penguin Verlag erschienenen Romane Das verlorene Paradies und Ferne Gestade weisen ihn als mitreißenden Erzähler aus, der den mythischen Kosmos um den Indischen Ozean kursierender Erzählungen in eine moderne Prosasprache übersetzt und dabei mühelos den Bogen von Tausendundeiner Nacht über ostafrikanische Lebenswelten zu Impressionen aus der späten DDR und dem Schicksal gegenwärtiger Migranten schlägt.

88 Jahre vor Gurnah erhielt 1933 Iwan Bunin als erster Russe den Nobelpreis für Literatur. Der Züricher Dörlemann Verlag hat es sich seinerseits auf die Fahnen geschrieben, vergessene literarische Klassiker wiederzuentdecken, und die Resonanz auf die dort erschienene, inzwischen zwölf Bände umfassende Bunin-Werkausgabe trug dazu bei, den Verlag im deutschsprachigen Raum bekanntzumachen. Unter dem Titel Nachts auf dem Meer sind nun auch Bunins Erzählungen der Jahre 1920 bis 1924 erschienen – die ersten literarischen Texte, die er nach seiner Emigration aus Sowjetrussland verfasste. Die titelgebende Erzählung verbindet nicht nur maritimes Flair mit philosophischen Reflexionen, sie fängt nebenher auch die Atmosphäre der damaligen Vielvölkerstädte Odessa und Jewpatorija auf der Krim ein, was ihr eine Aktualität verleiht, die Bunin selbst schwerlich vorausgesehen hat.

Das Spannungsfeld zwischen Heim- und Fernweh, Nostalgie und Sehnsucht, das die genannten Autoren auf jeweils eigene Weise in Biographie und Werk verkörpern, ist schließlich auch Thema eines neuen Buches der französischen Philosophin und Altphilologin Barbara Cassin, in dem sie einen Bogen von der Heimkehr des Odysseus zu modernen Zuschreibungen von Heimat und „Anderem“ schlägt. Ihr lesenswerter Essay Nostalgie. Wann sind wir wirklich zu Hause?, in dem nicht zuletzt diverse Inseln eine wichtige Rolle spielen, ist im Suhrkamp Verlag erschienen und rundet unsere Leseproben ab.

Darüber hinaus verweisen wir wie gewohnt auf weitere lesenswerte Neuerscheinungen und stehen selbstverständlich auch für Nachfragen gern zur Verfügung. Auch diesmal bitten wir um vorherige Platzreservierung unter Telefon 038392 677476 oder per Mail und können ohne diese keine Platzgarantie geben. Bitte denken Sie bei Ihrem Besuch auch an evtl. noch geltende Corona-Regeln!

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Seezeichen

Seezeichen

26. März 2022 | 19:00 Uhr

Für kurzentschlossene Freunde der Lyrik, des Autors Holger Teschke sowie der Veröffentlichungen kleiner und unabhängiger Verlage haben wir zum Indiebookday am Sonnabend, 26.3. eine noch nicht angekündigte Lesung aufs Programm gesetzt.

Beginn ist 19 Uhr. Der Abend wird durch Empfehlungen einiger ausgewählter Neuerscheinungen aus unabhängigen Verlagen sowie die Präsentation unserer neuen Tapas zum einmaligen Probierpreis abgerundet. Auf unserem speziell arrangierten Indie-Büchertisch finden Sie zudem zahlreiche weitere Titel aus kleinen und unabhängigen Verlagen

Wir freuen uns auf Ihren spontanen Besuch!

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Nachlese Herbst 2021

Nachlese Herbst 2021

13. November 2021 | 19:00 Uhr

Gemeinsam mit Boris Hruschka vom Theater „Rote Kugel“ begeben wir uns auf unseren traditionellen Streifzug durch die Vielzahl der Neuerscheinungen des letzten halben Jahres und dürfen schon jetzt versprechen, dass wir bei unseren Lektüren auf einige hochkarätige Fundstücke gestoßen sind.

So ist unter dem Titel Der Ruf des Seevogels soeben ein Buch von Adam Nicolson in deutscher Übersetzung erschienen, das in Großbritannien bereits mehrere Preise erhalten hat und auch uns als eines der spannendsten und anrührendsten Sachbücher der letzten Jahre erscheint. Dem Autor gelingt eine Gratwanderung zwischen sensiblem Nature Writing und neusten Forschungsergebnissen, dank der er dem Leser ungeahnte Einsichten in die Lebensweise diverser Meeresvögel vermittelt.
Unter den belletristischen Neuerscheinungen hat es uns insbesondere der Roman Kurz vor dem Vergessen der jungen französischen Schriftstellerin Alice Zeniter angetan, der auf einer fiktiven Hebriden-Insel angesiedelt ist und sich vor deren Kulisse sprachlich gewandt um eine Vielzahl hochaktueller Themen dreht: Geschlechterrollen und Chancen zwischenmenschlicher Beziehungen ebenso wie Inseln, Schriftsteller und modernen Wissenschaftsbetrieb.
Als literarischen Klassiker haben wir eine Passage aus dem 1932 erschienenen, jetzt erstmals auf Deutsch vorliegenden Roman Venusberg von Anthony Powell (1905–2000) ausgewählt, der in Großbritannien als literarischer Großmeister gilt, in Deutschland jedoch nach wie vor nur Eingeweihten bekannt ist. Die phantastische Reise, auf die Powell seine Leser vor dem politischen Hintergrund der beginnenden Dreißiger Jahre einlädt, führt in einen fiktiven Ostseeanrainerstaat und ist die späte Entdeckung wert – wie wir meinen.

Wegen der gebotenen Mindestabstände bitten wir auch weiterhin dringend um vorherige Platzreservierung unter Telefon 038392 677476 oder per Mail an kontakt@dahlmannsbazar.de und können ohne diese keine Platzgarantie geben. Bitte denken Sie bei Ihrem Besuch auch an die bekannten Corona-Regeln!

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O. - Eine Odyssee aus weiblicher Sicht

O. – Eine Odyssee aus weiblicher Sicht

16. Oktober 2021 | 19:00 Uhr

Buchpräsentation, Lesung und Gespräch mit der Autorin Sabine Scholl

Die österreichische Autorin Sabine Scholl lebte und arbeitete in den letzten 30 Jahren u.a. in Wien, Aveiro (Portugal), New York, Chicago, Berlin und Nagoya/ Japan. Sie veröffentlichte zahlreiche Romane, Erzählungen, Essays, Gedichte, Theaterstücke, Libretti und Hörspiele, für die sie mit renommierten Literarturpreisen ausgezeichnet wurde. Daneben lehrte sie am Leipziger Literaturinstitut, an der Universität der Künste Berlin und an der Universität für Angewandte Kunst Wien literarisches Schreiben. In ihren eigenen Werken bekundet sie eine Vorliebe für die österreichische und deutsche Geschichte, interkulturelle Themen sowie spartenübergreifende Kooperationen, etwa mit WissenschaftlerInnen und KomponistInnen.

Im vergangenen Jahr ist im Berliner Secession Verlag ihr neuer Roman O. erschienen – eine Adaption der Odyssee aus weiblicher und aktueller Perspektive. Die mit dem Kürzel O. bezeichnete Heldin des Romans ist Musikerin und in Begleitungen mehrerer Gefährtinnen auf den Weltmeeren der Gegenwart unterwegs. Deren Auf- und Schiffbrüche lassen einerseits an die aktuellen Migrantenströme, insbesondere über das Mittelmeer, denken, sind zugleich aber durch eine Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen und kulturgeschichtlichen Themen geprägt. Die mythischen Protagonisten der Odyssee wie Kirke, Nausikaa, Äolus und der Kyklop Polyphem begegnen dem Leser des Romans in entschieden zeitgenössischen Figurationen, auch die Reise ins Totenreich darf dabei nicht fehlen. Nicht selten gewinnt die Autorin den antiken Vorbildern bei ihren modernen Interpretationen unvermutete und streitbare Deutungen ab – Grund genug, wie uns schien, sie in Dahlmanns Bazar einzuladen, um ihre Lesart des wohl berühmtesten Inselepos der Weltliteratur im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe Erzählungen von den Inseln zu präsentieren.

Wegen der gebotenen Mindestabstände bitten wir auch weiterhin dringend um vorherige Platzreservierung unter Telefon 038392 677476 oder per Mail an kontakt@dahlmannsbazar.de und können ohne diese keine Platzgarantie geben. Bitte denken Sie auch an die bekannten Corona-Regeln!

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Von Amrum bis Insel 34

Von Amrum bis Insel 34

2. Oktober 2021 | 19:00 Uhr

Buchpräsentation, Lesung und Gespräch mit der Autorin Annette Pehnt

Annette Pehnt – in Köln geboren, studierte Anglistin, Keltologin und Germanistin und zwischenzeitlich u.a. in Irland, Schottland, Australien und den USA ansässig – ist mit ihren zahlreichen, fast durchweg preisgekrönten Romanen längst zu einer Instanz der deutschen Literaturszene geworden. Derzeit leitet sie das Institut für Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft in Hildesheim.
Nicht zuletzt hat Annette Pehnt sich in mehreren ihrer Bücher ganz explizit Inselthemen zugewandt – so u.a. in ihrem Roman Insel 34 (für dessen beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb vorab präsentierten Auszug sie 2002 den Jurypreis erhielt) und dem 2018 in der Inselreihe des mare-Verlags erschienenen Band Mein Amrum. Von daher rangiert sie schon seit längerem ganz oben auf der Wunschliste unserer Veranstaltungsgäste, und wir freuen uns, dass die Lesung in unserer Buchhandlung nunmehr endlich zustande kommt.

Die erratische Insel 34, ihres Zeichens die entlegenste von 34 kleinen Inseln vor der den Schauplatz des gleichnamigen Romans begrenzenden Küste, fungiert dank ihres geographisch verbürgten Schattendaseins und der gleichzeitigen Entrückung als Spiegelfläche der Selbstfindung eines eigensinnigen und introvertierten Mädchens zwischen letzten Schul- und beginnenden Studienjahren. Zugleich gibt sie der Autorin Anlass für allerlei das Wesen von Inseln überhaupt und ihre spezifische Faszinationskraft betreffende Spekulationen. Auch in Mein Amrum, Annette Pehnts literarischer Liebeserklärung an die von ihr mit Vorliebe besuchte nordfriesische Insel, greift die Autorin über den titelgebenden Schauplatz immer wieder hinaus und ergeht sich spielerisch in zahlreichen Reflexionen über Inseln und Inselgeschichten sowie die Verführungskraft, die von ihnen bis heute ausgeht.

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Ein Meer aus Licht und Farben

Ein Meer aus Licht und Farben

18. September 2021 | 19:00 Uhr

Buchpräsentation, Lesung und Gespräch mit der Autorin Sylvia B. Lindström

Sylvia B. Lindström, in Hamburg geboren, ist seit drei Jahrzehnten auf der schwedischen Insel Öland zu Hause. Sie ist nicht nur als Autorin von zahlreichen Büchern (Krimis, Kinderbüchern, autobiographischen Reflexionen) hervorgetreten. Zu den von ihr ausgeübten „Berufen“ gehören zudem Tätigkeiten als Pferdetherapeutin, Altenpflegerin, Kunsthandwerkerin, Märchenerzählerin, Eventreiterin u.a.m., die sie im Übrigen parallel zur Inanspruchnahme als alleinerziehende Mutter eines Sohnes ausgeübt hat. Insofern wird das Wort Lebenskünstlerin ihrer vielseitigen Biographie weit eher als die Reduktion auf eine bloße Schriftstellerin gerecht.

Im Juni diesen Jahres ist nun in dem jungen Berliner Verlag EdenBooks ein autobiographisches Buch der Autorin über ihre Auswanderung aus Deutschland, ihre Ansiedlung in Südschweden und ihren dortigen Neubeginn erschienen. Es trägt den Titel Ein Meer aus Licht und Farben und ist weit davon entfernt, nur die Doppelrolle einer sogenannten „starken Frau“ als (Über-)lebenskünstlerin und Mutter zu bespiegeln. Vielmehr wartet Sylvia B. Lindström darin mit einer Fülle von Beobachtungen und Reflexionen über Natur, Zeitgeist und Gesellschaft auf. Zu ihren wiederkehrenden Lieblingsthemen gehören die skandinavische Landschaft, die Obsession für Pferde, die sich wandelnden Geschlechterrollen und die diversen Nationalcharaktere von Deutschen, Schweden und Dänen. Gerade in Zeiten wie der unseren, wo alternative Lebensformen und gegebenenfalls auch Auswanderungsprojekte neuerlich attraktiv geworden sind, vermögen ihre Lebenserfahrungen eine Fülle von Inspirationen und Anregungen zum Nachdenken zu geben.

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Wallace

Wallace

14. August 2021 | 19:00 Uhr

Buchpräsentation, Lesung und Gespräch mit dem Autor Anselm Oelze

Anselm Oelze, Jahrgang 1986, promovierter Philosoph und Politikwissenschaftler, hat vor zwei Jahren mit seinem Buch Wallace als Romanautor von sich reden gemacht. Inzwischen ist sein bei Schöffling & Co. erschienenes und beim Publikum überaus erfolgreiches Debüt auch als Taschenbuch verfügbar. Der Titel gebende Held ist der britische Naturforscher Alfred Russell Wallace (1823–1913), der seine im Malaiischen Archipel gemachten Beobachtungen zur natürlichen Auslese der Arten 1858 brieflich an Darwin vermeldet und damit einen bis heute in seiner Bedeutung umstrittenen Beitrag zur Formulierung der Evolutionstheorie geleistet hat.

Man könnte sagen, dass es Wallace auf der Bühne der Wissenschaftsgeschichte durchaus ähnlich erging wie gewissen im Verlauf der Evolution des Lebens ausgestorbenen Arten, indem sein maßgeblicher Anteil an der Evolutionstheorie weitgehend unbekannt blieb. Sein Nachruhm beschränkt sich im Wesentlichen auf die später nach ihm benannte, zwischen den indonesischen Inseln verlaufende „Wallace-Linie“, die die aus dem asiatischen bzw. australischen Raum her stammenden Faunen bis heute markant voneinander trennt. Anselm Oelze unternimmt es in seinem unterhaltsamen und detailreichen Roman, Wallace‘ abenteuerliche Biographie und wissenschaftliche Lebensleistung zu rekonstruieren. Die literarische Spannung wird dabei durch die Einschaltung einer zweiten Zeitebene und eines zweiten Romanhelden geschürt: eines kauzigen Museumsnachtwächters, der auf Wallace‘ Spur stößt und ihm nachzuforschen und nachzureisen beginnt. Im weiteren Verlauf der Handlung sinnt er darüber nach, die ungerechte Überlieferung mit einigen Tricks zurechtzurücken und Wallace als Spiritus rector der Evolutionstheorie zu rehabilitieren…

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Kanalschwimmer

Kanalschwimmer

31. Juli 2021 | 19:00 Uhr

Buchpräsentation, Lesung und Gespräch mit der Autorin Ulrike Draesner

Ulrike Draesner, geboren in München und promovierte Germanistin, arbeitet seit 1993 als freie Schriftstellerin und hat seitdem viel beachtete Gedicht- und Erzählbände sowie mehrere Romane veröffentlicht, zuletzt einen biographischen Roman über Kurt Schwitters. In der Inselreihe des mare-Verlags erschien 2015 ihr assoziatives Erinnerungsbuch Mein Hiddensee.

Der Held ihres 2019 erschienenen, inzwischen auch als Taschenbuch vorliegenden Romans Kanalschwimmer ist ein Mann von Anfang 60, der nach 37 Ehejahren die Ankündigung seiner Frau zu verdauen hat, künftig mit einem langjährigen Freund des Paares zusammenleben zu wollen. Derart vor die Aufgabe gestellt, seinen Lebensplan an der Schwelle zum Ruhestand generell zu überdenken, fasst er den Entschluss, den Ärmelkanal zu durchschwimmen. Neben dem zutiefst männlichen Anspruch, sich selbst und der Welt die eigene Stärke zu beweisen, steht hinter diesem Selbstversuch die Sehnsucht nach einer Art Reinigungsritual und die Frage nach der Wahrheit der eigenen Lebensgeschichte. Die höchstpersönliche Kraftprobe entdeckt sich dabei als Gleichnis auf den Anspruch eines gelungenen Lebens. Die Autorin begleitet den Helden ihres Buches beim Durchschwimmen des Kanals und der eigenen Erinnerungen mit der ihrer eigenen virtuosen Sprache und fesselt den Leser durch psychologische Genauigkeit und poetische Intensität.

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Inselzeiten | Rügen und Hiddensee

Inselzeiten | Rügen und Hiddensee

17. Juli 2021 | 19:00 Uhr

Buchpräsentation, Lesung und Gespräch mit dem Autor Holger Teschke

am Sonnabend, 17. Juli, um 19 Uhr, laden wir nach langer, den Umständen geschuldeter Pause wieder zu Erzählungen von den Inseln in unser Geschäft am Alten Markt in Sassnitz ein. Wir freuen uns, zur ersten Lesung des Jahres einmal mehr den in Sassnitz aufgewachsenen Autor Holger Teschke bei uns zu begrüßen, von dem in diesem Frühjahr gleich mehrere Titel in erweiterten Neuauflagen erschienen sind.

Nachdem sein erfolgreiches, gemeinsam mit dem Fotografen Karsten Barthel publiziertes Buch Inselzeiten. Rügen und Hiddensee über Jahre nicht im Buchhandel verfügbar gewesen ist, wartet der Hinstorff Verlag zu Beginn dieses Sommers mit einer überarbeiteten Neuauflage auf. Wir nehmen diese verlegerische Tat zum Anlass, einen neuen Blick auf Text und Bilder zu werfen und mit dem Autor über deren Aktualität zu sprechen.
Auch die ursprünglich in der Reihe Naturkunden des Verlags Matthes & Seitz Berlin erschienene Monografie Holger Teschkes über Heringe hat unterdessen schon beinahe den Status eines Klassikers. Der einstmals selbst zur See gefahrene Autor erzählt darin von seinen eigenen Erfahrungen beim Heringsfang und forscht den Spuren des beliebten Speisefischs in Kunst-, Literatur, Theater- und Kriegsgeschichte nach. Der Schauspieler und Regisseur Frank Arnold hat Teschkes Buch nunmehr seine prägnante Stimme geliehen, seine ungekürzte Lesung ist im Frühjahr im Audio-Verlag erschienen.

Der Zufall will es, dass der 17. Juli auch der 150. Geburtstag eines bedeutenden Künstlers und passionierten Rügen-Reisenden ist, der in Teschkes Büchern wiederholt Beachtung findet und an den der Autor aus gegebenem Anlass gesondert erinnern wird: Zwischen 1892 und 1907 hielt sich der spätere Bauhaus-Professor Lyonel Feininger im Sommer regelmäßig auf der Halbinsel Mönchgut auf und hat zahlreiche Zeichnungen der dortigen Küstenlandschaft und ländlichen Architektur hinterlassen. Im Übrigen ist pünktlich zu seinem 150. Geburtstag im Rowohlt Verlag ein von Andreas Platthaus verfasstes voluminöses Porträt über Feiningers Leben erschienen.

Wegen der gebotenen Mindestabstände bitten wir auch weiterhin dringend um vorherige Platzreservierung unter Telefon 038392 677476 oder per Mail an kontakt@dahlmannsbazar.de und können ohne diese keine Platzgarantie geben. Bitte denken Sie auch an die bekannten Corona-Regeln, insbesondere daran, dass Sie bis zum Einnehmen Ihrer Plätze zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtet sind!

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Nachlese Frühjahr 2021

Nachlese Frühjahr 2021

AB 01. MAI 2021 DIGITAL VERFÜGBAR

Ein Streifzug durch die literarischen Neuerescheinungen zum Thema Inseln und Seefahrt. Dieses Frühjahr nicht live bei uns in Dahlmanns Bazar, sondern digital.

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→ Die vorgestellten Bücher finden Sie auch in unserem Onlineshop:
„Unterwegs mit den Arglosen“ von Mark Twain:
„Tahiti Utopia“ von Michal Hvorecky:
„An das Wilde glauben“  von Nastassja Martin
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→ Boris Hruschka und die Hinterlandbühne Rügen e.V. finden sie im Internet unter: https://rotekugel.com

 

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Wenn die Chinesen Rügen kaufen, dann denkt an mich

Wenn die Chinesen Rügen kaufen, dann denkt an mich

3. Oktober 2020 | 19:00 Uhr

Buchpräsentation, Lesung und Gespräch mit dem Autor Friedrich Christian Delius

Wir freuen uns, am 3. Oktober die bereits im März geplante und Corona-bedingt ausgefallene Lesung mit Friedrich Christian Delius nachholen zu können, der seinen viel beachteten Roman Wenn die Chinesen Rügen kaufen, dann denkt an mich aus dem Verlag Rowohlt Berlin bei uns präsentieren wird. Die ursprünglich an diesem Tag geplante Nachlese sowie die Lesung aus den Tagebüchern von Hanns Cibulka anlässlich seines 100. Geburtstages holen wir im November und Dezember nach.

Der Büchner-Preisträger Friedrich Christian Delius hat sich als literarischer Chronist der Gegenwart schon seit den Zeiten der deutschen Teilung einen Namen gemacht. In hiesigen Gegenden wurde er vor allem durch seine 1995 erschienene Erzählung Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus bekannt. Sein jüngster Roman bietet nicht nur für Freunde seines essayistischen Schreibstils, sondern auch für Rüganer und passionierte Rügen-Urlauber eine anregende und vergnügliche Lektüre. Darin präsentiert F.C. Delius das fiktive Tagebuch eines entlassenen Wirtschaftsredakteurs mit dem Spitznamen Kassandra, das dieser fünf Tage nach der Bundestagswahl am 30.9.2017 beginnt und bis zum 9. Juli des Folgejahres weiterführt, an dem die letzten Tranchen des EU-Hilfspakets für Griechenland angewiesen werden. Anlass des Titel gebenden Kassandra-Rufs ist der sich im Schatten der medialen Aufregungen vollziehende Vormarsch der neuen chinesischen Supermacht. Wenn der Held zu guter Letzt auf dem Hochuferweg von Sassnitz in Richtung Königstuhl wandert, stellt er sich vor, wie die siegreichen Chinesen der „deutsch-chinesischen Kanzlerin“ Merkel auf den Kreidefelsen ein monumentales Denkmal errichten.

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Die Umsegelung der Welt | James Cook und die Suche nach dem Südland

Die Umsegelung der Welt | James Cook und die Suche nach dem Südland

12. September 2020 | 19:00 Uhr

Buchpräsentation, Lesung und Gespräch mit dem Autor Michael Pantenius

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Veranstaltungs-Archiv

Bisher durften wir u.a. folgende Autoren bei uns willkommen heißen:

Anselm Oelze, Friedrich Christian Delius, Rolf-Bernhard Essig, Cornelia Klauß, Klaus-Jürgen Liedtke, Dirk Liesemer, Sylvia B. Lindström, Michael North, Michael Pantenius, Reinhard Piechocki, Sandra Pixberg, Steffen Popp, Dieter Richter, Ulrich Schacht, Landolf Scherzer, Ulrike Sebert, Jalid Sehouli, Irmgard Senf, Kristine von Soden, Yoko Tawada, Holger Teschke, Ulrich Wannhoff, Peter Wawerzinek, Jan Peter u. Susanne Wiborg.

Seit 2015 finden in "Dahlmanns Bazar" regelmäßig Autorenlesungen sowie zweimal jährlich eine "Nachlese" der aktuellen Neuerscheinungen im Themenspektrum von Inseln, Meer und Seefahrt statt.