Der in diesem Herbst mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnete Roman Archipel von Inger-Maria Mahlke ist auf der Insel Teneriffa angesiedelt, wo auch die Autorin selbst als Tochter einer kanarischen Mutter einen Gutteil ihrer Kindheit verbracht hat. Er beginnt mit der Rückkehr der 21-jährigen Heldin und vorerst gescheiterten Studentin Rosa aus Madrid in ihr Elternhaus im Jahr 2015 und erzählt von diesem Moment ausgehend gleichsam rückwärts die turbulente hundertjährige Geschichte ihrer Familie. Das ganze Epos „endet“ schließlich im Jahr 1919 mit der Geburt von Rosas Großvater Julio Baute, der als Gegner Francos im spanischen Bürgerkrieg gekämpft und danach sieben Jahre in einem Lager verbracht hat, von wo aus er traumatisiert nach … > Weiterlesen
