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Belletristik

Satin Island

Tom McCarthy

Der neue Roman des englischen Schriftstellers und Künstlers Tom Mc Carthy dreht sich um einen verkappten Ich-Erzähler namens U. und ein imaginäres „Satin Island“, das sich einer Art Traumverschiebung der New Yorker Insel Staten Island verdankt. Schließlich und vor allem geht es um das verlockende – von Freud, Lévi-Strauss u.a. Geistesheroen – inspirierte Projekt einer militanten „Präsensanthropologie“.… > Weiterlesen

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Die Toten

Christian Kracht

Auch wenn der Inselbezug in Krachts neuem Opus „Die Toten“ nicht so explizit wie beim Südseeschauplatz seines letzten Romans „Imperium“ ist, haben die wesentlichen Handlungsorte – Japan, Hollywood und die Berliner UFA-Studios am Vorabend der nationalsozialistischen Machtübernahme – doch einen unverkennbar insularen Charakter. Nicht zuletzt trifft dies auch auf das im Titel angesprochene Totenreich und den gleichermaßen suggestiven und geschliffenen Romantext selbst zu.… > Weiterlesen

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Grimsey

Ulrich Schacht

Der Held dieser Novelle „sammelt Inseln“ und ist gerade auf Grimsey, einer kleinen Insel vor Island, unmittelbar am Polarkreis, angelangt: Wo es nicht viel gibt und so gut wie nichts passieren kann, wird der Blick notgedrungen auf den reisenden Helden selbst gelenkt. Das unmittelbare Erleben vermischt sich mit auftauchenden Erinnerungen an die Kindheit und Jugend, an frühere Reisen und andere Inseln, die er besucht hat. Sowohl die Gegenwart als auch die darin aufblitzenden Erinnerungen gewinnen mehr und mehr eine mythische Dimension.… > Weiterlesen

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Das Insel-Lesebuch. Dem Meer entrissen

Gesa Holsten

Das von Gesa Holsten edierte „Insel-Lesebuch“ präsentiert sich als Anthologie im wahrsten Sinne des Wortes mit zahlreichen Highlights der Weltliteratur von Lukian über Thomas More, Swift und Defoe, Verne und Poe, Hölderlin, Heine, Rilke, George und Kafka bis Derek Walcott, unter denen noch nicht einmal Immanuel Kants „Insel des reinen Verstandes“ fehlt.… > Weiterlesen

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Irgendwo ins grüne Meer. Geschichten von Inseln

Anne von Canal | Isabel Bogdan

Bei den von Anne von Canal und Isabel Bogdan herausgegebenen „Geschichten von Inseln“ handelt es sich um bisher unveröffentlichte Texte zeitgenössischer deutscher Autoren. Man könnte von einer aktuellen literarischen Bestandsaufnahme zum Thema sprechen. Unsere Lieblingsgeschichte ist „Die Ofenbank auf der Minuteninsel“ des Ingeborg-Bachmann-Preisträgers von 2014 Tex Rubinowitz.… > Weiterlesen

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Die Erinnerungen

Jóanes Nielsen

Jóanes Sekjær Nielsen, mehrfacher Träger des Literaturpreises der Färöer und des Nordischen Dramatikerpreises, erzählt in seinem Roman „Die Erinnerungen“ die Geschichte der letzten zweihundert Jahre Moderne aus der entrückten Perspektive der Färöer-Inseln und konfrontiert sie mit den dort überwinternden Existenzialen. Dabei ist dem Autor dieses Buches das Panorama von Personen, Handlungssträngen und Ereignissen wichtiger ist als eine mit Raffinesse und üblichen Spannungsbögen konstruierte lineare Geschichte. In seinen bezauberndsten Passagen liest sich sein Epochenroman über Liebe und Sehnsucht, Leben und Sterben wie das nordische Pendant zum magischen Realismus karibischer und lateinamerikanischer Autoren.… > Weiterlesen

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City on Fire

Garth Risk Hallberg

Der voluminöse und bereits hymnisch gefeierte zweite Roman des US-amerikanischen Newcomers Hallberg treibt auf den Spuren von Dickens, Dostojewski und Pynchon episodenreich durch das New York der späten Siebziger Jahre – und zwischen New Age und Immobilienspekulation sowie Punk-, Schwarzen-, Schwulenbewegungen punktgenau auf den zweitägigen Stromausfall im Juli 1977 zu.… > Weiterlesen

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Der Mann, der das Glück bringt

Catalin D. Florescu

Die sich über drei Generationen und das gesamte 20. Jahrhundert erstreckende Handlung dieses Romans von Catalin Dorian Florescu – 1967 in Rumänien geboren, heute in der Schweiz lebend – verknüpft die entfernten und konträren, auf jeweils eigene Art insularen Lebensräume des Donaudeltas und New Yorks in zwei ereignisreichen sowie sich überkreuzenden Erzählsträngen.… > Weiterlesen

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Verschwunden

Colum McCann

Die dichte und anspielungsreiche Erzählung handelt vom Verschwinden eines 13-jährigen Jungen aus einem Dorf an der irischen Westküste und von den Selbstvorwürfen seiner Adoptivmutter. Das taubstumme Waisenkind ist mitsamt seinem Weihnachtsgeschenk, einem Neoprenanzug, verschwunden – die Mutter und das ganze Dorf machen sich auf die Suche nach ihm.… > Weiterlesen

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Verbannt! Versepos mit Comic-Illustrationen der Autorin

Ann Cotton

Mit ihrem an das barocke Reimschema der „Spenser-Strophe“ angelehnten, über 400 Strophen langen Versgedicht lädt die in den USA geborene, in Wien aufgewachsene und heute in Berlin lebende Autorin zu einer Odyssee, die sich ebenso als postmoderne Antwort auf Spensers Poem „The Faerie Queene“ (1590) wie als schlichter Wellenritt auf einer entfesselten Sprache lesen lässt.… > Weiterlesen