Der Soziologe und Kulturhistoriker Hasso Spode gehört zu den Pionieren einer systematischen Tourismusforschung und hat jetzt im Berliner BeBra-Verlag eine auch für interessierte Laien lesbare, unterhaltsam geschriebene und üppig illustrierte Geschichte des Tourismus vorgelegt. Anknüpfend an historische Vorläufer aus Antike, Mittelalter und früher Neuzeit arbeitet er die sich im 18. und 19. Jahrhundert vollziehende Geburt des modernen „Homo touristicus“ heraus, den er als Erben der adligen und bürgerlichen Bildungsreisenden in Zeiten industriellen Verkehrs und massenhaften Konsums sieht. Der Fokus seines auch buchgestalterisch überzeugenden Bandes liegt in Text und Bild auf der Entwicklung in Deutschland, neben dem Reisen selbst wirft Spode auch immer wieder aufschlussreiche Seitenblicke auf die damit eng verknüpfte Entwicklung der Reiseliteratur.
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