Zum 100. Geburtstag des Autors hat der Berliner März-Verlag John Fowles‘ 1965 erschienenen und bis heute in kaum einer Bestenliste zur Literatur des 20. Jahrhunderts fehlenden Großroman Magus in einer deutschen Neuausgabe herausgebracht. Held dieses literarischen Klassikers der Hippiezeit ist ein von der Lebenswelt der britischen Middle Class angenervter Lehrer, der das Angebot, an einer auf der griechischen Insel Phraxos befindlichen Privatschule tätig zu werden, als Gelegenheit zur Flucht nimmt. Dort lernt er einen griechischen Millionär und vermeintlichen Psychiater kennen, von dem er als eine Art Versuchskaninchen in ein vielschichtiges psychologisches Spiel um Identität, Begehren und Illusionen gezogen wird. Wobei es nicht zuletzt um die Kollaboration des charismatischen Griechen mit den nationalsozialistischen Okkupanten und die gewalttätige Geschichte des 20. Jahrhunderts im Allgemeinen geht.
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