Am 7. Juni lief auf Deutschlandfunk Kultur ein einstündiges Feature von Rolf Cantzen über literarische Inselutopien, das wir Interessenten am Thema empfehlen und das auf der Website des Senders nachgehört werden kann:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/liebe-glueck-und-anarchie-literarische-inselutopien-100.html
Der Journalist, Politologe und Autor Rolf Cantzen ist in den letzten Jahren mit Büchern und Hörfunkproduktionen hervorgetreten, in denen er insbesondere Themen wie Anarchie, Utopie und Desertation umkreist hat. In seiner jüngsten Arbeit für Deutschlandfunk Kultur spürt er verschiedenen Aspekten von Inselphantasien und Utopien nach, die von antiken Vorbildern wie der Odyssee über die Zeit der Entdeckungsreisen bis in die Moderne reichen. Eine Schlüsselfunktion nimmt insbesondere der 1787 publizierte Roman Ardinghello und die glückseligen Inseln des deutschen Kunst- und Reiseschriftstellers Wilhelm Heinse ein, der die klassische Inselutopie am Vorabend der französischen Revolution unter dionysischen und anarchischen Vorzeichen erneuert und damit insbesondere auf den jungen Friedrich Hölderlin und die Autoren der deutschen Romantik gewirkt hat. U.a. haben auch Auszüge der Gespräche, die der Autor mit mir über Heinses und weitere Klassiker der Inselliteratur geführt hat, Eingang in die abschließende Fassung des Funkessays gefunden. Und nebenher spielt auch Dahlmanns Bazar darin eine Rolle.
Volkmar Billig
