Mit gleich zwei erstmals ins Deutsche übersetzten Titeln hat der Berliner März-Verlag in den letzten Monaten die dänische Autorin Siri Ranva Hjelm Jacobsen für das deutsche Lesepublikum entdeckt. In ihrem autobiographisch angeregten Debütroman Insel, der im dänischen Original das aus einem einzigen Buchstaben bestehende Wort Ø für Insel als Titel trägt, hat die Autorin der nordischen Heimat ihrer Vorfahren, den Färöer-Inseln, ein literarisches Denkmal gesetzt. Die Heldin des Romans, eine in Kopenhagen tätige Geologin, unternimmt darin eine Reise auf die Färöer, in deren Verlauf sie sich nicht nur auf die Suche nach der eigenen Familiengeschichte begibt, sondern auch die raue Natur, Aspekte der Inselgeschichte und die Frage nach der eigenen Identität reflektiert. In dem mit Grafiken der dänischen Künstlerin Dorte Naomi ausgestatteten Bändchen Meeresbriefe treten Atlantik und Mittelmeer in einen fiktiven Briefwechsel über ihre heimlichen Sehnsüchte und die Ausbeutung und Vermüllung der Meere.
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