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Das unendliche Meer – Die große Weltgeschichte der Ozeane

David Abulafia

Der britische Historiker David Abulafia ist spätestens seit seiner breit angelegten und viel beachteten Monographie über Das Mittelmeer auch meereskundlich interessierten Forschern und Laien in Deutschland ein Begriff. Jetzt hat er nochmals weiter ausgeholt und auf knapp 1.200 Seiten eine „große Weltgeschichte der Ozeane“ unter dem Titel Das unendliche Meer vorgelegt. Dass wir dieses voluminöse Werk dem interessierten Publikum ebenso ans Herz legen wie den Vorgängerband (auch ohne bisher die Zeit zu einer kompletten Lektüre gefunden zu haben) liegt nicht nur daran, dass es an diesen 1.) in jeder Hinsicht anschließt und 2.) die Geschichte des Mittelmeers nunmehr in einen globalen Kontext stellt. Genau genommen wäre hier von einer „Weltgeschichte“ des Bereisens und der Erkundung der Ozeane zu sprechen, wobei dem Autor eine spezifische Korrelation zwischen geographischen Räumen und historischen Zeiten zu Passe kommt: Der Pazifik eröffnet sein Werk als „ältester Ozean“, der Indische kommt als „ der mittlere Ozean“ und der Atlantik  als „der junge Ozean“ hinzu. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht von den Anfängen bis heute die Funktion der menschlichen Seefahrt als einzigartiges Medium, um zivilisatorische Kontakte zu knüpfen und ebenso Waren wie den Menschen selbst und seine Ideen, Wissensformen und Weltvorstellungen zu verbreiten.