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Mein Nordpol

Erling Kagge

Erling Kagge, Jahrgang 1963, norwegischer Abenteurer, studierter Jurist und unterdessen auch als Kunstsammler und Verleger in Erscheinung getreten, war der erste Mensch, der alle drei Pole der Erde – Nordpol, Südpol und Mount Everest – erreicht hat. Seine gemeinsam mit Borge Ousland unternommene Tour zum Nordpol im Frühjahr 1990 gilt zudem als erste Expedition, bei der Menschen ohne technische Hilfsmittel, allein auf Schiern und mit einem umgebundenen Schlitten den Pol erreicht haben. In seinem neuen Buch über den Nordpol hält sich Kagge mit persönlichen Erinnerungen an die 36 Jahre zurückliegende Expedition zurück, doch spürt man in jeder Zeile, dass der Autor genau weiß, wovon er spricht. Mit gehöriger Distanz zur eigenen Leistung lässt Kagge die lange Geschichte der Polkunde und Polfahrt Revue passieren, beginnend bereits mit antiken Spekulationen über die Welt im hohen Norden. Der Eindruck von Authentizität, der sich beim Lesen einstellt, wird dabei nicht nur durch die anfänglichen und abschließenden Eindrücke der eigenen Polfahrt erzeugt, sondern ebenso durch die Substanz der daran geknüpften philosophischen Reflexionen und die Fähigkeit des Autors, diese in eine spannende und mitreißende, zuweilen beinahe romanhaft wirkende Sprache zu fassen – etwa, wo es um den Nordpol als „Bewusstseinszustand“ oder dessen Zeitlosigkeit angesichts der zusammenlaufenden Längenmeridiane geht.

Verlag:
Insel
Einband:
gebunden
Seitenzahl:
494
Preis:
28