Die fernen Inseln
26. September 2026 | 19:00 Uhr
Eine literarische Kreuzfahrt zwischen Grönland, Island und Atlantis mit dem Romancier und Skandinavisten Klaus Böldl
Der Schriftsteller, Skandinavist und Übersetzer Klaus Böldl bekundet in seinem literarischen wie in seinem wissenschaftlichen Werk eine Vorliebe für die Inseln des hohen Nordens. Grönland, Island und den Färöer hat er seit dem Romandebüt Studie in Kristallbildung von 1997 mehrere Prosatexte und Reiseberichte gewidmet, zudem trat er als Herausgeber isländischer Sagas und zeitgenössischer Literatur aus Skandinavien sowie mit Grundlagenwerken über nordische Götter und Mythen hervor. Seine Lesung in Dahlmanns Bazar spannt einen Bogen über sein in drei Jahrzehnten vorgelegtes literarisches und populärwissenschaftliches Werk, wobei neben Grönland, Island und den Färöer auch Spekulationen über ein im hohen Norden zu suchendes Atlantis sowie eben dort vermutete Inseln der Odyssee zur Sprache kommen werden.
Im Mittelpunkt der Lesung steht das Reisebuch Die fernen Inseln, eine poetische Beschwörung der nordatlantischen Inselwelt, deren Schauplätze Island und die Färöer sowie der dort aufscheinende „Rand der Welt“ sind. Darüberhinaus werden Auszüge aus seinem Debütroman Studie in Kristallbildung und seinem letzten Roman Der Atem der Vögel zu hören sein.
Klaus Böldl, 1964 in Passau geboren, hat für sein Werk zahlreiche wichtige Auszeichnungen erhalten, darunter den Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau, den Hermann-Hesse-Preis und den Friedrich-Hebbel-Preis. Seit 2007 wirkt er als Professor für skandinavische Mediävistik am Nordischen Institut der Universität Kiel.
